Emma Gutsjahr belegte bei der U23-Ruder-Weltmeisterschaft in Duisburg gemeinsam mit ihren oberösterreichischen Teamkolleginnen von Wiking Linz den 11. Platz im Frauen Vierer.
Der österreichische Vierer erwischte einen gelungenen Start in die Regatta und qualifizierte sich direkt für das Semifinale. Dort zeigte das junge Boot ein mutiges Rennen und lag bis rund 750 Meter vor dem Ziel auf dem zweiten Zwischenrang und damit auf Finalkurs. Erst auf dem letzten Streckenviertel musste sich die Crew den Booten aus Irland und Südafrika geschlagen geben und verpasste den Einzug ins A-Finale der besten sechs Mannschaften.
Im B-Finale kämpften die Österreicherinnen am folgenden Tag um die Plätze sieben bis zwölf. Nach den kräfteraubenden Rennen der Vortage gelang es dem Quartett jedoch nicht mehr, sein volles Potenzial abzurufen. Mit Rang fünf im B-Finale belegte das Boot schließlich den 11. Gesamtrang bei der diesjährigen U23-Weltmeisterschaft. Das äußerst enge Halbfinale hatte den Nachwuchsathletinnen alles abverlangt, sodass im abschließenden Rennen die letzten Reserven für eine Platzierung weiter vorne fehlten.
Nach der Silbermedaille im Vierer und Bronze im Achter bei der U23-Europameisterschaft im Vorjahr waren die Erwartungen für die Weltmeisterschaft entsprechend hoch. Die Leistungsdichte im Frauen Vierer steigt von Jahr zu Jahr, wodurch bereits kleinste Zeitabstände über Finaleinzug oder B-Finale entschieden.
Für Emma Gutsjahr endet mit dieser Weltmeisterschaft ihre Zeit in der U23-Klasse. Ab der kommenden Saison wird sie ausschließlich in der Allgemeinen Klasse an den Start gehen. Dort sammelte sie bereits in diesem Jahr mit einem sechsten Platz beim Weltcup in Plovdiv wertvolle internationale Erfahrung und möchte nun den nächsten Entwicklungsschritt setzen. Das österreichische Frauen-Rudernationalteam hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Um künftig mit den besten Nationen um Medaillen kämpfen zu können, gilt es insbesondere im physischen Bereich weiter zuzulegen. Der Fokus liegt daher in den kommenden Monaten auf einem gezielten Leistungsaufbau, um bei der Weltmeisterschaft in Luzern in der kommenden Saison konkurrenzfähig zu sein. Diese bietet zugleich die erste Möglichkeit, sich für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu qualifizieren.
Bericht: Gerhard Wolfsberger
Fotos: ÖRV/Meinruderbild



